Doppelendiger Bruch
Das plötzliche Versagen einer Hauptkühlmittelleitung führt zu einem schnellen Druckabbau im Primärkreislauf und zum Verlust von Kühlmittel. Weil dabei kurzfristig der größtmögliche Leckquerschnitt (2 mal der Querschnitt der Hauptkühlmittelleitung) freigegeben wird, bezeichnet man diesen Bruch als 2-F-Bruch oder Guillotinebruch oder doppelendiger Bruch. In einem solchen Fall liegen beide Bruchenden der Rohrleitung vollständig offen. In einer Hauptkühlmittelleitung stünde somit dem Kühlmittel das Doppelte des Leitungsquerschnitts (F) zum Austritt zur Verfügung. Der infolge eines 2-F-Bruchs eintretende Störfall wird als Großer Kühlmittelverluststörfall („Großes Leck“) bezeichnet. Das Große Leck ist ein Auslegungsstörfall, der durch die Anlagenauslegung beherrscht wird.