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Das dritte internationale Symposium zur Forschung nuklearer Entsorgung: safeND 2025

Meldung

Stand: 19.09.2025

Das dritte internationale Symposium zur Forschung nuklearer Entsorgung: safeND 2025

Unter dem Motto „Time as a Safety Factor: Opportunities and Challenges of Timely Nuclear Waste Disposal“ fand vom 17. bis 19. September zum dritten Mal das Symposium safeND im Radialsystem in Berlin statt. Auch in diesem Jahr stand wieder der internationale sowie interdisziplinäre Austausch über den aktuellen Stand der Wissenschaft im Bereich der nukleare Entsorgung bei den 350 Teilnehmer:innen aus 18 Nationen im Fokus. 

BASE-Präsident Christian Kühn an einem Rednerpult mit der Aufschrift safeND
BASE-Präsident Christian Kühn begrüßt die Teilnehmenden des wissenschaftlichen Symposiums safeND. © BASE

In seinem Grußwort zu Beginn des Symposiums verwies BASE-Präsident Christian Kühn darauf, dass die Auseinandersetzung mit dem Faktor Zeit in seinen unterschiedlichen Dimensionen von zentraler Bedeutung für die Arbeit des Bundesamtes ist: „Zeit ist ein Sicherheitsfaktor in der nuklearen Sicherheit. Die Gewährleistung der Sicherheit von Kernanlagen und der Lagerung radioaktiver Abfälle erfordert eine langfristige Perspektive“, sagte Kühn. Hintergrund für das diesjährige Schwerpunktthema der safeND ist die globale Situation, dass die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle weltweit nur langsame Fortschritte macht, während die Zwischenlager immer voller werden. 

In seinem Videogruß riet der Physiker und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch den Anwesenden, Lehren aus der Umweltpsychologie zu nutzen, um die Suche nach einem Endlagerstandort in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern: „Suchen Sie sich Verbündete. Finden Sie Freunde und Menschen, die ein Interesse am Thema haben. Gehen Sie in kleinen Schritten vor und finden Sie lokale Projekte mit kurzen Zeitrahmen für erfolgreiche Ergebnisse“, sagte Lesch. 

Prof. Harald Lesch vor schwarzem Hintergrund
Prof. Dr. Harald Lesch in seiner Videobotschaft der safeND 2025. © BASE

Das besondere Lob der Anwesenden galt der interdisziplinären Ausrichtung des Symposiums, die weltweit einzigartig im Feld der nuklearen Entsorgung ist. Alle nutzen die Plattform des Symposiums zum intensiven Austausch und der Netzwerkgedanke war während der drei Tage deutlich spür- und sichtbar. Dies galt im Sinne des Kompetenzerhalts besonders für die anwesenden Student:innen und Nachwuchswissenschaftler:innen. Die Netzwerkveranstaltung „Young safeND“ sowie der Workshop „Next Generation Networks and Possibilities - how to involve tomorrow’s experts“ am Mittwoch und der Workshop „Early Career researchers, knowledge retention and future developments in nuclear waste disposal and radiation protection“ am Freitag waren Angebote an die jüngeren Teilnehmer:innen, sich über eine berufliche Zukunft im Bereich nukleare Sicherheit auszutauschen bzw. informieren zu können. 

Für den 6. bis 8. Oktober 2027 plant das BASE die nächste Auflage des Forschungssymposiums. Im Rahmen dieser vierten safeND soll dann auch erstmals der Young Scientists Award verliehen werden. Der Preis soll an eine Nachwuchswissenschaftlerin / einen Nachwuchswissenschaftler gehen, deren / dessen Abschlussarbeit (von Bachelor bis Doktorarbeit) im Zusammenhang mit der nuklearen Sicherheit steht.

Stand: 19.09.2025