BASE und ZUG gGmbH legen Zusammenarbeit fest
Meldung
Stand: 23.09.2026
Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) und die Zukunft Umwelt Gesellschaft ZUG gGmbH haben am 23. September 2026 in Berlin einen Vertrag zur Umsetzung der Regionalkonferenzen im Standortauswahlverfahren unterzeichnet.
Die Unterzeichnung durch die Hausleitung des BASE, Präsident Christian Kühn und Vizepräsidentin Sybille Schultz-Hüskes, und die Geschäftsführung der ZUG, Dr. Constanze Haug und Stefan Demuth, markiert den offiziellen Startpunkt der Zusammenarbeit.
Vertragsunterzeichnung zur Umsetzung der Regionalkonferenzen
Mit der ZUG gGmbH hat das BASE frühzeitig einen erfahrenen Partner gewonnen. Im Rahmen der Zusammenarbeit unterstützt die ZUG gGmbH künftig bei der Vorbereitung und Durchführung der Regionalkonferenzen. Sie baut vor Ort Geschäftsstellen auf, die die Mitglieder des Vertretungskreises der Regionalkonferenzen bei ihrer Arbeit unterstützen - etwa indem sie in dessen Auftrag wissenschaftliche Beratung einholen oder Fortbildungen für die Mitglieder organisieren. Gleichzeitig sind die Geschäftsstellen Anlaufstelle für die Öffentlichkeit in der Region, die sich über die Arbeit der Regionalkonferenz informieren möchte.
Transparenz und Partizipation sind im Standortauswahlgesetz als Prinzipien festgeschrieben, damit Bürger:innen offen diskutieren und kritisch die wissenschaftliche Vorgehensweise hinterfragen können. Ziel des Beteiligungsformates ist es, dass Bürger:innen, Zivilgesellschaft, Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft der Regionen die Gelegenheit haben, ihre Expertise und Ideen einzubringen, um die Ergebnisse dieses generationenübergreifenden Infrastrukturprojektes zu verbessern.
Über die Regionalkonferenzen
Die Regionalkonferenzen sind das zentrale Beteiligungsformat zur Einbindung der Regionen bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland. Dies stellt eine Innovation zur Förderung der Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Kommunen, Bürger:innen und organisierter Zivilgesellschaft (open government) dar.
Die Regionalkonferenzen werden vom BASE in denjenigen Regionen eingerichtet, die als mögliche Standortregionen für ein Endlager aufgrund der geologischen Gesteinsformationen in Betracht kommen könnten. Das Beteiligungsformat bietet der regionalen Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich frühzeitig und kontinuierlich in das Auswahlverfahren einzubringen, Fragen zu stellen und mitzuwirken. Die Regionalkonferenzen bestehen aus einer Vollversammlung, die aus ihrer Mitte einen Vertretungskreis aus Kommunen, org. Zivilgesellschaft und Bürgerschaft wählt.
Stand: 23.09.2026