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BASE-Präsident Kühn: „Bürger:innen sind wichtig für Endlagersuche“

Pressemitteilung

Stand: 24.02.2026

BASE-Präsident Kühn: „Bürger:innen sind wichtig für Endlagersuche“

Bei der Suche nach einem Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle spielen engagierte Bürger:innen eine wichtige Rolle – ihnen stehen u.a. sechs Plätze im Nationalen Begleitgremium zu, das die Suche unabhängig begleitet. Diese Bürger:innen werden in einem transparenten, mehrstufigen Auswahlverfahren gewählt. Dazu findet am 27. und 28. Februar in einem ersten Schritt ein Bürger:innenforum in Berlin statt, bei dem interessierte Bürger:innen aus ganz Deutschland zusammenkommen, um ein Wahlgremium zu bilden.

Das Auswahlverfahren wird gemeinsam vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) sowie dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) durchgeführt. Christian Kühn, Präsident des BASE, sagt dazu: „Die Suche nach einem Standort für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle ist eine Aufgabe, die Generationen betrifft. Sie ist fachlich anspruchsvoll und gesellschaftlich hoch relevant. Dieses Verfahren kann nur dann gelingen, wenn es nicht allein von Institutionen getragen wird, sondern von Menschen, die bereit sind, sich einzubringen, mitzudenken und Verantwortung zu übernehmen.“

Der Auswahlprozess basiert auf einer wissenschaftlich abgesicherten Zufallsmethode, bei der soziodemografische Kriterien wie Alter, Geschlecht, Wohnort und Bildungsstand sowie der regionale Betroffenheitsgrad durch die Endlagersuche berücksichtigt werden. Am 20. und 21. März 2026 wählt das im Bürger:innenforum gebildete Wahlgremium eine Frau, einen Mann und eine Person der jungen Generation für das NBG sowie jeweils zwei Nachrücker:innen pro Gruppe. Diese Personen werden anschließend von Bundesumweltminister Carsten Schneider ernannt. Voraussichtlich im Herbst 2027 kommt dasselbe Wahlgremium in einer Online-Sitzung erneut zusammen, um drei weitere Bürger:innen bzw. Nachrücker:innen für das NBG zu wählen. 

„Die gewählten Bürger:innen bringen Erfahrungen, Fragen und Zweifel mit – aber auch Erwartungen an staatliches Handeln. Sie stehen nicht innerhalb der Institutionen, sondern schauen von außen auf das Verfahren. Das macht ihre Rolle so wertvoll und wichtig“, sagt BASE-Präsident Kühn.

Stand: 24.02.2026