Forschung
Die Forschung des BASE folgt den allgemein anerkannten Regeln guter wissenschaftlicher Praxis.
Sie befasst sich mit verschiedenen fachlichen Themenfeldern. Eine inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit ist für das BASE von hoher Bedeutung.
Das BASE betreibt eigene Forschung und vergibt extern Forschungsaufträge.
Im Sinne größtmöglicher Transparenz bereitet das BASE seine Forschungsergebnisse verständlich auf und veröffentlicht diese. Expert:innen und die interessierte Öffentlichkeit können die Forschung des BASE reflektieren und kritisch begleiten.
Die BASE-Forschung greift aktuelle wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragen und Entwicklungen auf.
Forschungsstrategie und Forschungsagenda geben einen detaillierten Überblick zu den Forschungstätigkeiten des BASE.
Das BASE trifft seine Entscheidungen auf dem jeweils aktuellsten Stand von Wissenschaft und Technik.
Zum Thema
Einblicke in die BASE-Forschung
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scienceBASEd Forschungsreport 2024 Label: Broschüre
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Quo Vadis Künstliche Intelligenz in der nuklearen Entsorgung? Label: Broschüre
Herunterladen (PDF, 633KB, barrierefrei⁄barrierearm) Printversion bestellen
Fragen & Antworten zur Forschung des BASE
Warum betreibt das BASE eigene Forschung?
Das BASE betreibt eigene Forschung, um seine Aufgaben als Fach-, Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde im Bereich der nuklearen Sicherheit effektiv zu erfüllen. Die eigenen Forschungsaktivitäten ermöglichen es dem BASE, auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik zu bleiben und fundierte Entscheidungen zu treffen. Das BASE ist daher eine sog. „Ressortforschungseinrichtung“ des Bundes: Das Konzept der Ressortforschung sieht vor, dass Bundeseinrichtungen eigene Forschung betreiben, um staatliche Aufgaben fachlich fundiert zu unterstützen und wissenschaftsbasierte Politikberatung für das Umweltministerium zu stärken. Das BASE orientiert sich bei der Wahl von Forschungsthemen an seinen gesetzlichen Aufgaben und betreibt außerdem sog. Vorlaufforschung zu Themen, die in der Zukunft Handlungsbedarf für den Staat erzeugen könnten. Durch die eigene Forschung und enge Kooperation mit anderen Forschungsinstitutionen ist das BASE in der Lage, sowohl kurzfristige als auch langfristige Fragestellungen kontinuierlich zu bearbeiten.
Weitere Informationen zum Konzept der Ressortforschung und zur Arbeit der Behörden in diesem Rahmen finden Sie auf der Website der AG Ressortforschung.
Wie werden Forschungsthemen im BASE ausgewählt und priorisiert?
Die Auswahl und Priorisierung von Forschungsthemen im BASE erfolgt auf Grundlage eines strukturierten Prozesses. Die Gesamtheit der eingereichten Themen bildet die Basis für die Priorisierung. Dabei orientiert sich das BASE an der „Verordnung zur Durchführung der Sicherheitsuntersuchungen für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle“ sowie an internationalen Forschungsrichtlinien.
Fünf Hauptkriterien bestimmen die Priorität eines Themas:
- Fachliche Bedeutung für die nukleare Sicherheit aus der Sicht des BASE.
- Dringlichkeit des Themas, einschließlich zeitlicher Abhängigkeiten.
- Verknüpfung des Themas mit dem gesetzlichen Auftrag des BASE.
- Potenzielle Wirkung und Effektivität der Forschung.
- Aktueller Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und technischen Entwicklungen.
Ein Priorisierungsprozess anhand dieser Kriterien wird in abteilungsübergreifenden Workshops durchgeführt. Zur Sicherstellung der wissenschaftlichen Qualität finden Konsultationen mit Expert:innen und der interessierten Öffentlichkeit statt.
Die Ergebnisse dieser Bewertungen und Konsultationen sind in die Forschungsagenda für die Jahre 2025 bis 2028 eingeflossen. Themen, die nicht sofort berücksichtigt werden, werden bei zukünftigen Aktualisierungen erneut bewertet.
Wie veröffentlicht das BASE seine Forschungsergebnisse?
Das BASE veröffentlicht entsprechend seiner Forschungsstrategie grundsätzlich alle Ergebnisse aus der Forschung, es sei denn, eine Einstufung im Sinne des Geheimschutzes lässt dies nicht zu.
Die Form der Veröffentlichung variiert dabei je nach Art und Weise der Forschung: Während bei Auftrags- und Eigenforschung des BASE typischerweise Abschlussberichte der Forschungsprojekte erstellt werden, wird im Rahmen von Forschungskooperationen üblicherweise auf wissenschaftliche Einzelpublikationen verwiesen.
Zwischen dem Abschluss eines Forschungsprojektes und der Veröffentlichung von Ergebnissen liegen in der Regel drei Monate. In dieser Zeit wird ein Projekt formal abgenommen und gemeinsam mit den zuständigen Fachabteilungen ausgewertet. Außerdem werden die Inhalte auf Barrierefreiheit geprüft und ein Begleittext für die Ergebniszusammenfassung erstellt. Hier finden Sie einen Überblick über die Forschungsvorhaben des BASE.
Was bedeutet interdisziplinäre Forschung in Bezug auf das BASE?
Forschungsthemen im Aufgabenbereich der nuklearen Entsorgung werden im BASE von Natur- und Technikwissenschaftler:innen, wie auch von Sozial- und Geisteswissenschaftler:innen bearbeitet. Dahinter steht das Verständnis, dass der gesellschaftliche Umgang mit Fragen von Sicherheit und Risiken weder rein technisch noch rein sozialwissenschaftlich gelöst werden kann.
Das BASE strebt eine Wissenschaftskultur an, die einen lebhaften Informationsaustausch zwischen den Wissenschaftsdisziplinen und einen wissenschaftlichen Diskurs ermöglicht.
Interdisziplinarität definiert sich durch eine von mehreren wissenschaftlichen Disziplinen entwickelte Forschungsfrage, ein gemeinsames Forschungsdesign und eine fächerübergreifende Zusammenarbeit. Bei Bedarf erfolgt ein Methodentransfer zwischen den Disziplinen oder die Entwicklung neuer Ansätze und Methoden. Daraus ergeben sich andere und deutlich intensivere Formen der Zusammenarbeit zwischen einzelnen Fachdisziplinen und ihren Vertreter:innen.
Forscht das BASE auch Transdisziplinär?
Das BASE veranstaltet regelmäßig Panels, Workshops und Symposien. So wird dem Bedarf nach Austausch zwischen verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen sowie Praktiker:innen begegnet. Diese Formate bieten eine gute Möglichkeit, z. B. tiefere Einblicke in aktuelle Debatten zu endlagerspezifischen Themen zu gewinnen und den fachlichen Austausch zu fördern.
Dabei werden im Rahmen derartiger Diskussionsforen aufkommende Forschungsbedarfe beleuchtet, Forschungslücken und Forschungsbedarfe identifiziert und eigene Forschungsergebnisse diskutiert.
Transdisziplinarität definiert eine Form der Zusammenarbeit, die über die akademischen Bereiche der gemeinsamen Fragestellungen, der Zusammenarbeit und des Methodentransfers zwischen den Wissenschaftsdisziplinen hinausgeht; politische, zivilgesellschaftliche oder privatwirtschaftliche Akteure sind in den gesamten Forschungsprozess eingebunden und gestalten ihn mit.
Veröffentlichen Forschende des BASE ihre Ergebnisse in Fachzeitschriften?
Ja, auch das BASE bringt die Forschungsergebnisse seiner Mitarbeitenden in den wissenschaftlichen Diskurs ein. Hier finden Sie eine Auswahl der Veröffentlichungen, die regelmäßig aktualisiert wird.